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Tradition in vierter Generation

Auf eine über 100-jährige Geschichte blickt das Schuhhaus Seidel an der Hauptstraße in Oberndorf zurück. Von der ersten Stunde an, war das Geschäft im 1764 erbauten Haus. Durch das Aufstocken um eine weitere Etage und zwei Erweiterurigen wuchsen Haus und Ladenfläche mit den Anforderungen.
Franz-Josef Seidel war es, der 1905 als Schuhmachermeister den Grundstocklegte. Schon damals gab es aber in der Werkstatt auch Schuhwaren zu kaufen. Nach seinem Tod 1919 führte seine Frau Kunigunde das Geschäft weiter - mit Gesellen als Schuhmacherei. 1920 ist dann Rudolf Seidel in den elterlichen Betrieb eingetreten. In Dresden legte er die Meisterprüfung ab und fühfte ihn dann ab 1936 als Schuhgeschäft mit Maßanfertigungen und Reparaturen. Dass er selbst aktiver Kicker war, dürfte dabei den Verkauf von Fußballschuhen angekurbelt haben. In den Jahren während und nach dem Krieg übernahm Rudolfs Schwester Gertrud Seidel die Geschäftsführung, bis ihr Bruder 1947 zurückkehrte und Charlotte heiratete. Sie stieg 1958 mit ein.
Als 1964 der erste große Umbau des Ladengeschäfts angepackt wurde, bei dem die Schaufensterfront in die Hausfassade integriert wurde, war die heute 96-jährige Seniorchefin also mitten dabei. Der Törbogen des früheren Hauseingangs - auf alten Fotografien noch markanter  Bestandteil der Fassade - wurde bei dieser Gelegenheit entfernt und ist heute im Heimatmuseum als Teil Oberndorfer Geschichte zu bewundern.
Schon1966 kam die Tochter von Rudolf und Charlotte, Anita, ins Geschäft, Sechs Jahre später wurde durch einen Anbau auf der Fläche des früheren Gartens die Ladenfläche um etwa ein Drittel vergrößert und auch die Einrichtung vollständig erneuert um Raum zu schaffen für die Ausweitung des Sortiments.
Das Geschäft übernommen hat Anita Hofer 1983 - sie hatte 1970 ihren Mann Jochen Hofer geheiratet, der seither die Arbeiten im Büro übernommen hat. Anita Hofer hatte nach dem Besuch
der Handelsschule Oberndorf in Rottweil im Schuhhaus Grimm bis 1966 die Lehre zur Kauffrau absolviert, ehe sie nahtlos ins Geschäft wechselte.
1970 nahm das Schuhhaus Seidel mit lrene Reinisch den ersten Lehrling auf. Sie absolvierte die Ausbildung als Verkäuferin und seither gibt es im Schuhhaus Auszubildene als Verkäuferin oder Einzelhandelskauffrau/-mann.
Zehn Jahre lang, von 1983 bis 1993 bestand in Sulz eine Filiale des Schuhhauses Seidel.
Den bislang letzten Umbau gab es dann 1994. Dabei wurde die Verkaufsfläche nochmals vergrößert, indem Lagerraum umgewidmet wurde. Auch die Einrichtung wurde dabei nochmals vollständig modernisiert.
Seit dem 1. September 2001 ist im Schuhhaus Seidel die vierte Generation tätig. An diesem Tag trat Katrin, die Tochter von Anita und Jochen Hofer als rechte Hand der Mutter ins Geschäft ein. Im Dezember 2004 hat sie geheiratet und heißt seither Willfurth. Nach dem Abitur 1997 in Oberndorf absolvierte sie im Schuhhaus Merkt in Spaichingen die Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel und schloss nach drei Jahren als Handelsassistentin ab. Ein Jahr im Schuhhaus Kammerer, in der Schuhbox in Villingen, schloss sich an. Nach einem weiteren Jahr, im Schuhhaus Pöhler in Münsingen, stieg Katrin Willfurth 2001 im elterlichen Betrieb in Oberndorf ein, schloss begleitend in Nagold an der Lehranstalt des Deutschen Textilhandels (LOT) als Fachwirtin ab.

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Im Jahr 1764 wurde das Haus an der
Oberndorfer Hauptstraße gebaut, in dem
bis heute das Schuhhaus Seidel zu finden ist.
1905 setzte dort Franz-Josef Seidel den
Grundstock. Die Ansicht rechts zeigt das
Gebäude nach dem Aufstockung 1911.

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